Wenn Ihre LKW auch nur in die Nähe von Greater London kommen, ist der Direct Vision Standard keine optionale Lektüre — er ist der Unterschied zwischen legalem Betrieb und einer Strafgebühr von 550 £ pro Tag der Nichteinhaltung.
Seit dem 28. Oktober 2024 gilt unter Phase 2 des Programms von Transport for London: benötigt jeder LKW über 12 Tonnen mindestens ein Drei-Sterne-DVS-Rating — oder ein vollständig montiertes Progressive Safe System (PSS) —, um das für den Betrieb in Greater London erforderliche HGV Safety Permit zu besitzen. Die meisten Arbeitstiere der Flotten auf britischen Straßen sind heute mit weniger als drei Sternen bewertet — für Tausende Betreiber führt der Weg zur Compliance also über das PSS.
Warum es DVS gibt: die Zahlen hinter dem Programm
DVS entstand aus einer erschreckenden Statistik: LKW sind an einem völlig unverhältnismäßigen Anteil der Todesfälle unter Fußgängern und Radfahrern beteiligt. TfL-Analysen ergaben, dass LKW zwischen 2015 und 2017 an 63 % der getöteten Radfahrer und 25 % der getöteten Fußgänger in London beteiligt waren — bei einem Verkehrsanteil von nur 5 %. Die meisten dieser Tragödien ereigneten sich in den klassischen Toter-Winkel-Szenarien: ein LKW, der beim Linksabbiegen einen Radfahrer erfasst, oder der aus dem Stand anfährt und einen Fußgänger trifft, den der Fahrer schlicht nicht sehen konnte.
Und das Programm wirkt. TfL-Daten zeigen:
- Tödliche Kollisionen, bei denen die Sicht ein mitwirkender Faktor war, fielen um 75 % nach der Einführung von DVS.
- 2023 lagen tödliche Kollisionen mit LKW-Beteiligung 62 % unter dem Basiswert von 2017–19.
- Die Zahl der Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer, die bei Kollisionen mit LKW getötet oder schwer verletzt wurden, hat sich halbiert — von durchschnittlich 71 pro Jahr (2017–19) auf 35 im Jahr 2024.
Das ist kein regulatorisches Abhaken. Das sind Dutzende Menschen, die heute leben — und es sonst nicht täten.
Was das Progressive Safe System tatsächlich verlangt
Für Fahrzeuge mit weniger als drei Sternen schreibt das PSS ein erweitertes Paket an „Safe System“-Ausrüstung vor, das die häufigsten Ursachen tödlicher sichtbedingter Kollisionen ausschalten soll. Zusammengefasst umfasst eine konforme PSS-Installation:
- Camera Monitoring System (CMS) zur Abdeckung des toten Winkels auf der Beifahrerseite, mit einem Monitor im Fahrerhaus, der dem Fahrer freie Sicht entlang der Beifahrerseite gibt.
- Blind Spot Information System (BSIS) — Sensoren, die ungeschützte Verkehrsteilnehmer auf der Beifahrerseite erkennen und den Fahrer vor und während des Linksabbiegens aktiv warnen.
- Moving Off Information System (MOIS) — Fronterkennung, die den Fahrer beim Anfahren aus dem Stand vor Fußgängern oder Radfahrern im vorderen toten Winkel warnt.
- Akustische Abbiegewarnung zur Warnung ungeschützter Verkehrsteilnehmer außerhalb des Fahrzeugs, äußere piktografische Warnbeschilderung, dazu Seitenschutz — sofern nicht bereits vorhanden.
Entscheidend: Die Ausrüstung muss die von TfL festgelegten technischen Leistungsspezifikationen erfüllen — nicht jede Kamera und nicht jeder Sensor am Markt qualifiziert sich. Die Wahl eines bewährten, DVS-konformen Kits und eines kompetenten Installateurs zählt.
Compliance heute, Wettbewerbsvorteil morgen
Anforderungen im DVS-Stil bleiben nicht innerhalb der M25. Die Prinzipien haben bereits die EU-Fahrzeugsicherheitsregulierung geprägt, FORS- und CLOCS-Programme verweisen auf ähnliche Ausrüstung, und große Auftraggeber schreiben Totwinkelkamera- und Sensoranforderungen zunehmend in Ausschreibungen — unabhängig von der Region. Flotten, die einmal richtig nachrüsten, positionieren sich für jedes folgende Programm und senken zugleich ihr reales Kollisionsrisiko bei jeder städtischen Auslieferung, nicht nur in London.
Es gibt auch einen kommerziellen Vorteil: Dieselben Mehrkamera-Aufzeichnungssysteme sichern nicht nur die PSS-Compliance, sondern liefern auch 360-Grad-Vorfallmaterial — und schützen Ihre Fahrer und Ihre Schadenbilanz Tag für Tag.
Wie Vision Telematics helfen kann
Vision Telematics liefert und installiert komplette PSS-konforme Sicherheitssysteme — Kameraüberwachung der Beifahrerseite, BSIS- und MOIS-Sensoren, akustische Alarme, Beschilderung und aufzeichnende DVR — ausgelegt nach der technischen Spezifikation von TfL, dazu Niedrigbrücken-Erkennung und komplette Mehrkamera-DVR-Pakete. Wir prüfen die Sterne-Ratings Ihrer Flotte, spezifizieren genau, was jedes Fahrzeug braucht, und steuern die Installation mit minimaler Fahrzeug-Standzeit — landesweit.
Quellen: Transport for London — Direct Vision Standard und HGV Safety Permit Scheme; TfL-Pressemitteilungen, Oktober 2023 und Oktober 2024; TfL-Unfalldaten zur Road Safety Week 2025.
